Großversandhaus Quelle prellt Sammelbesteller um Provision

Soweit so gut ! Solange Sammelbesteller die nun nicht gerade einfache Aufgabe der Kundenberatung im Rahmen von Bestellungen für Bekleidung, Haushaltsartikel und sonstigem Kleinkram durchführen und hier die Retouren bearbeiten (insbesondere bei Bekleidung neigen die Mitbesteller oft dazu, mehrere Größen zu bestellen, da man sich auf die Größenangaben des Kataloges nicht verlassen kann), erhält dieser dafür auch seine Provision (in den ersten fast 20 Jahren meiner Tätigkeit 5%, dann tatsächlich 10%). Naja, immerhin bei einer durchschnittliche Bestellung von 150 Euro pro Kunde sind dies (früher 7,50 Euro) heute 15 Euro ... bei einer Beratungsdauer von ca. 2 Stunden inkl. 3-4 Tassen Kaffee, etwas Gebäck und für die Auslieferung der Ware bei durchschnittlich 8 km entfernt wohnenden Kunden (= hin und zurück immerhin 16 km !). Unterm Strich bleiben dann ja immer noch rd. 3-4 Euro - für  2 Stunden Arbeit.

Nun hat man es endlich geschafft und ein Kunde will eine Küche im Wert von gut 10.000 Euro bestellen. Die Kundenbetreuung wird angerufen und darum gebeten einen Küchenberater zu entsenden. Dann hört man nichts mehr davon. Die Kundin teilt dann irgendwann mit, daß der Kuchenberater da war und man sich eine schöne neue Küche ausgesucht hat.

Nach Monaten denn endlich, die Mitbestellerin teilte mit, daß man in den nächsten Tagen umziehen werde, erfährt man dann, daß die Küche bereits geleifert UND BEZAHLT sei !!! Merkwürdig: eigentlich müßte erst eine Rechnung an den Sammelbesteller gegangen sein, der hätte dann seiner Mitbestellerin den Betrag der Rechnung nennen und dann die gezahlte Summe an Quelle weiterleiten müssen (oder, wie im vorliegenden Fall geplant, vor der Aufgabe der Bestellung kontaktiert werden müssen, da die Bestellung mit Kreditkarte des Sammelbestellers bezahlt werden sollte).

Die Kundin wird befragt und teilt mit, daß der Küchenberater sie bei der Bestellaufnahme gefragt habe, ob sie nicht selbst Sammelbestellerin werde wolle, sie erhalte dann für die bestellte Küche einen Nachlaß von 10% (wow ... dafür habe ich fast 20 Jahre gebraucht) ! Diesem Vorteil konnte sich die Mitbestellerin natürlich nicht entziehen, ohne die Konzequenzen ihres Tuns nachvollziehen zu können.

Eine Nachfrage bei Quelle ergab zuerst als Antwort: ''Die Provision wird dem Sammelbestellerkonto gutgebucht'' ... was jedoch auch nach wochenlangem Warten nicht geschah. Ich erhielt sogar Unterlagen zum Umbuchen des Vorganges auf mein Kundenkonto und nochmals die Zusage der Gutschrift der Provision ! Aber: offenbar war dieser Abteilung der Firma Quelle nicht aufgefallen, daß die Mitbestellerin ja bereits 10% Rabatt erhalten hatte. Was nun ? Doppelt zahlen ? NEIN ! Dann lieber die Fehler und den kleinen Betrug nicht eingestehen und den Sammelbesteller über's Ohr hauen ! Provisionszahlung wurde ohne Angabe von Gründen abgelehnt !

Eine etwas deutlichere Zahlungsaufforderung meinerseits wurde mit dem Hinweis beantwortet: ''Die Kundin wurde von keinem Sammelbesteller geworben !'' ??? Wer bin dann ich ? Eine Androhung einer Konsequenz bzgl. des merkwürdigen Handelns der Firma Quelle wurde dann beantwortet mit: ''Nicht Sie haben, sondern eine Nachbarin der Mitbestellerin hat geworben. Sie ist auch deren Kundin und nicht Ihre !'' ... Woher kommen denn dann die vielen Rechnungen für Bestellungen von mittlerweile über 12.790 Euro von dieser Mitbestellerin, die ich in meinen Unterlagen finde ? Nochmals nachgehakt die Antwort: ''Ja, Sie haben zwar geworben, aber Sie konnten wegen Kontorückständen nicht beliefert werden !'' ... Komisch, im betreffenden Zeitraum lieferte mir Quelle Waren im Wert von gut 2000 Euro. Als das reklamiert wurde kam der Hinweis: ''Ja, Sie konnten nicht beliefert werden, weil eine Mitbesteller-Rückgabe lief !'' Gut, dies stimmte: MB-Rückgabe war aber bereits im November 2007, aber die Firma Quelle hatte es bis Anfang Sommer 2008 noch nicht geschafft, sich darum zu kümmern - trotz mehrfacher Erinnerungen ! Was kann ich dafür ?

Da ich für den Küchenverkauf ca. 1000 Euro Provision zu erhalten habe, habe ich diese Summe mit den monatlichen Zahlungen verrechnet. Laut Firma Quelle bin ich aber um diese Summe im Rückstand. Außerdem habe ich meine bisherigen Auslagen, welche mir durch den Betrug und die Unterschlagung der Firma Quelle entstanden sind, ebenfalls bei der Zahlung der monatlichen Raten in Abzug gebracht.

Da nun die Firma Quelle aufgrund meines berechtigten Anliegens keine andere Möglichkeit mehr sah, mich von meinem Vorhaben abzubringen, versucht man nun, mich mit der Kontokündigung (somit sofortige Fälligkeit des Kontosaldos von rd. 5000 Euro - hierin sind meine Küchenprovision und meine Auslagen natürlich enthalten - denn diese Beträge sollen ja nach wie vor nicht gezahlt werden) und der Hetze eines Inkassobüros auf mich, mundtot zu machen.

Naja, darum kümmert sich derzeit die Staatsanwaltschaft, da ich gegen die Firma Quelle Anzeige erstattet habe wegen Betrugs, Unterschlagung und Nötigung !

Offenbar hat auch ein Unternehmen wie die Firma Quelle Ihre finanziellen Probleme und muß die Kunden um deren Provisionen prellen !

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